Evangelische Kirchengemeinden Schriesheim und Altenbach
Evangelische Kirchengemeinden  Schriesheim und Altenbach 

Im Abendmahl spiegelt sich das gesamte Evangelium in gebündelter Form wider

Ich sehe vor allem sieben Dimensionen des Abendmahls. Diese sieben Aspekte sind sozusagen die "Ursprungserfahrungen" des Abendmahls:

 

  • Das Abendmahl ist ein Erinnerungsmahl (Anamnese)
  • Das Abendmahl ist ein Vergebungsmahl (Absolution)
  • Das Abendmahl ist ein Danksagungsmahl (Eucharistie)
  • Das Abendmahl ist ein Stärkungsmahl (Konfirmation)
  • Das Abendmahl ist ein Befähigungsmahl (Vokation)
  • Das Abendmahl ist ein Gemeinschaftsmahl (Kommunion)
  • Das Abendmahl ist ein Hoffnungsmahl (Antizipation)

 

Ich kann diese Aspekte nur in wenigen, knappen Sätzen erläutern. Jesus wollte, dass wir das Abendmahl "zu seinem GEDÄCHTNIS" feiern. Wo steht eigentlich geschrieben, dass Jesus damit nur das Gedächtnis seines Todes meinte? Sollten sich die Jünger nicht vielmehr all dessen erinnern, was sie mit ihm zusammen erlebt hatten? Nicht nur an das letzte Mahl, sondern an die vielen gemeinsamen Mahlzeiten, die sie zusammen mit ihm feierten!

 

Natürlich vergegenwärtigen wir uns im Abendmahl auch dessen, was Jesus am Kreuz für uns getan hat. Wir halten uns damit vor Augen, wie groß die Liebe ist, mit der Gott uns liebt, und dass diese Liebe größer ist als unsere Sünde und unser Ungenügen. In jedem Abendmahl können wir deswegen auch die Erfahrung der VERGEBUNG machen: "Das Blut Jesu macht uns rein von aller Sünde" (1. Johannes 1,7) - dies hören wir nicht nur, sondern können es in Brot und Wein wirklich verinnerlichen. Aber wir dürfen unseren Blick nicht auf die "Elemente" Brot und Wein fixieren.

 

Staunenswert ist doch nicht zuletzt dies, dass Gott Tischgemeinschaft mit uns Sündern hält. Schon früh hat darum das Abendmahl den Namen "Eucharistie", das heißt DANKSAGUNG, erhalten. So wie Jesus Brot und Wein nahm und "dankte", so tritt die Gemeinde mit Brot und Wein vor Gott, um ihn zu loben und ihm zu danken für die durch Jesus eröffnete Tischgemeinschaft, für die Vergebung und das neue Leben, das er durch sein Kommen, seinen Tod und seine Auferstehung ermöglicht hat.

 

Ebenfalls sehr früh hat die Kirche außerdem auf den stärkenden Charakter des Abendmahls hingewiesen. Bereits gegen Ende des ersten Jahrhunderts bezeichnete Ignatius von Antiochien das Abendmahl als "Heilmittel zur Unsterblichkeit". Wie viel Kranke und seelisch Beladene haben bis heute durch den Empfang des heiligen Abendmahls Trost und STÄRKUNG, ja innere wie äußere Heilung erfahren! Eine Dimension, die es heute noch einmal ganz neu wiederzuentdecken gilt.

 

In jedem Abendmahl liegt außerdem eine BERUFUNG. Diese Berufung reicht von der Aufforderung "Geh hin und sündige hinfort nicht mehr" über die Befähigung zum Dienst in Vollmacht bis hin zur Ermächtigung zu einem neuen Leben aus der Gemeinschaft mit Gott heraus.

 

Das Abendmahl ist GEMEINSCHAFTSMAHL in einem doppelten Sinn. Zum einen können wir in dieser Feier die Nähe Jesu in besonderer Weise erfahren. In dieser gemeinsamen Bewegung auf Christus zu aber kommen wir uns auch untereinander nahe und erleben uns als Brüder und Schwestern Jesu.

 

Schließlich ist das Abendmahl ein Zeichen der HOFFNUNG, ein Mahl der Vorfreude auf den Himmel. Das Neue Testament stellt den Himmel als ein großes, gemeinsames Fest vor. Im Abendmahl strahlt diese künftige Welt bereits in unsere gegenwärtige Welt hinein. Das Abendmahl ist - in aller Vorläufigkeit! - die Einübung in die neue Gemeinschaft der begnadigten Sünder, in die große Feier der zukünftigen Welt. Jedes Abendmahl soll einen Vorgeschmack der künftigen Freude und Gemeinschaft der Menschen mit Gott bilden.

 

Auszug aus dem Buch: Klaus Douglass, Gottes Liebe feiern, CundP-Verlag, S. 195 mit freundlicher Genehmigung des Verlags

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